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Ein persönliches Statement zur Bergdorf-EM 2021

 

Liebe Fans und Freunde der Bergdorf-EM, liebe Sponsoren und Interessenten,

aufmerksame Leser haben es bereits im Titel gelesen: Die Bergdorf-EM 2020 wird es nicht geben und ähnlich wie unsere grosses Schwester, die UEFA Fussball-Europameisterschaft, verschieben wir auch unser Turnier aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage nun doch in das Jahr 2021. Und deshalb kommunizieren wir unsere kommende Bergfussball-Europameisterschaft ab sofort als Bergdorf-EM 2021. Dieser Umstand und die vielen Meldungen rund um die eigentlich für den diesjährigen August geplante Bergdorf-EM veranlassen mich als Präsidenten des Vereins Bergdorf-EM und des Organisationskomitees der Bergdorf-EM 2020 zu folgendem persönlichen Statement.

 

Viele Menschen hier in der Region und insbesondere in der Gemeinde Staldenried haben sich voller Leidenschaft für die Bergdorf-EM 2020 engagiert und dabei nicht selten auch einen grossen persönlichen Einsatz gezeigt. Allerdings hat die Corona-Pandemie auch bei so manchem, jetzt kurz vor dem eigentlichen Start, so etwas wie kalte Füsse erzeugt. Und manchmal waren es sogar Arbeitgeber, Freunde, Bekannte oder die Familie, die Bedenken ob der aktuellen Lage über den Sinn der Veranstaltung gestellt. So sahen sich einige unserer Vereinsmitglieder aber auch andere Helfer und Unterstützer einem Druck ausgesetzt, dem sie nicht immer standhalten konnten. Und so wurde auch nicht selten die grosse Leidenschaft für den Bergfussball hinten angestellt oder sogar aufgegeben. Obwohl man doch die Leidenschaft als einen wichtigen Antrieb im Leben niemals aufgeben sollte.

 

Als Präsident des Verein Bergdorf-EM bin ich mir mit Roland Abgottspon, dem Ehrenpräsidenten des FC Gspon in einer Sache einig: Wir wollen die Bergdorf-EM an ihrem Geburtsort belassen. Die Idee der ersten Stunde war, hier auf dem höchstgelegenen Fussballplatz Europas zu spielen, Gspon und die Bevölkerung am Berg zu unterstützen und unsere Heimat, die faszinierende Bergwelt, positiv in Szene zu setzen. Unseren Slogan „Ein Dorf geht ungewöhnliche Wege“ haben wir nicht vergessen, und er wird uns weiter ein Leitbild sein, wenn wir die nächsten Aktivitäten des Vereins Bergdorf-EM vorbereiten und durchführen.

 

In den Querelen rund um die Austragung der Bergdorf-EM 2020 erhielten wir viele Gedanken, man könne das Turnier doch auch an einem anderen Ort durchführen. Wir hätten die Möglichkeit gehabt, die Bergdorf-EM 2020 an einen anderen Austragungsort abzugeben. Fast an jedem Tag in den letzten zwei Wochen haben uns starke Signale interessierter Austragungsorte aus dem In- und Ausland erreicht. Wir behalten diesen Event aber in Gspon und ich hoffe, das wird auch auf die Anerkennung aller treffen, die jetzt daran zweifeln. Für mich steht fest, es gibt für die Bergdorf-EM in der Schweiz nur Gspon. Dieses Bekenntnis sollten aber auch alle Leistungsträger abgeben, die direkt oder indirekt in die Bergdorf-EM involviert sind. Und dieses Bekenntnis sollte nicht so nebenher gesprochen, sondern mit echter Leidenschaft untermauert sein.

 

Für mich selbst gibt es eine ganz persönliche Übersetzung für „Gspon“:

 

  • G esundheit
  • S Sonne, Sport und Spass
  • P anorama
  • O h wie schön und Ottmar Hitzfeld GsponArena
  • N atürliche Fusballgeschichten

 

„Für mich ist Gspon der schönste Ort der Welt“

 

Und alles das kommt hier, und nur hier, zusammen und macht den besonderen Charme eines Turniers hoch in den Schweizer Bergan aus. Gspon ist einmalig und kann mit seiner Besonderheit die ganze Fussballwelt begeistern. Für mich selbst gehört der Berg-Fussball untrennbar nach Gspon, so wie der Ball zum Spiel gehört.

 

Hier, hoch in den Walliser Bergen, ist die Welt noch in Ordnung und wir wollen auf spielerische Art und Weise den Bergfussball fördern und damit in die gesamte Gesellschaft hinein wirken. Dazu gehört die Kombination der natürlichen Fussballgeschichten mit unserem täglichen Engagement „SportMeetsCharity“, wo wir mit sogenannten Ballspenden soziale Projekte mit Kindern, Jugendlichen und Familien sowie Berg-Projekte (u.a. Skilift, Spielplatzgeräte auf dem Schulhausplatz) im Alpenraum und darüber hinaus unterstützen und dies auch kommunizieren.

„Jeder einzelne in der weltweiten Fussballgesellschaft hat eine ethische Verantwortung. Fussballinteressierte fördern dies – mit dem Verein Bergdorf-EM nehmen wir diese soziale Verantwortung wahr.“

 

Wenn die schützenswerte Alpenwelt meist nur in die Schlagzeilen kommt, wenn Lawinen niedergehen oder Bergsteiger und Wanderer verunglücken, dann wollen wir mit unserem Engagement und unserer Leuchtturm-Idee die positiven Nachrichten aus den Schweizer
Bergen mit dem Absender Gspon hinaus in die Welt tragen.

 

Auch aus diesem Grund sind wir in guter Zuversicht, dass wir nach schwierigen Tagen und Wochen auch die Versöhnung mit allen Beteiligten wieder herstellen können und alle Leistungsträger ihr starkes Bekenntnis zu Gspon und zur Bergdorf-EM abgeben werden. Wenn wir dabei alle gemeinsam denken, handeln und reden, wird auch jeder Einzelne seine Plattform finden und sich hier auf seine ganze eigene und unverwechselbare Weise mit seiner Leidenschaft in eine grossartige Idee einbringen können.

 

In der aktuellen Umfrage zur Bergdorf-EM wird deutlich, dass sich nur noch ein kleiner Teil in der Umfrage auf die Seite der Gemeinde stellt. Aber genau dieses Kleine macht eigentlich unsere Idee aus. Wir wollen uns nicht gegen die Menschen in der Region profilieren, wir wollen eins sein mit unserer Region. Das hat uns schon immer besonders gemacht, zeigt aber auch, wie schwierig ein solcher Prozess sein kann. Und wenn es 1954 das unvergessliche Wunder von Bern gab, dann erleben wir hier vielleicht schon bald das Wunder von Gspon.

 

Gerne betone ich noch einmal, dass wir die Bergdorf-EM gern in Gspon behalten. Und ebenso selbstverständlich stellen wir auch die Gesundheit immer an erste Stelle. Genau das haben wir schon im Januar kommuniziert, als noch niemand etwas von einer weltumspannenden Pandemie wusste. Wir tun alles, was sinnvoll und notwendig ist, um die Bergdorf-EM in Gspon zu belassen. Hier ist die Heimat des verrücktesten Fussballturniers der Alpen. Damit setzen wir einen symbolischen Leuchtturm mitten in die Berge und sind uns der Begeisterung und Aufmerksamkeit aus überall in der Welt bewusst.

 

Lassen Sie uns alle gemeinsam an einer grossartigen Sache arbeiten. Und wenn dann die Bergdorf-EM 2021 startet, wissen wir auch, dass wir mit unseren natürlichen Fussballgeschichten für die Menschen in der Region und weit darüber hinaus, gemeinsam Berge versetzt haben für etwas wirklich Gutes. Insbesondere deshalb, weil wir als Leute am Berg auch unter schwierigen Bedingungen hart aber auch fair kämpfen können.

 

Fabian Furrer

Vereinspräsident Bergdorf-EM
& OK-Präsident Bergdorf-EM 2021

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