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Idee und Konzept

Das verrückteste Fussballturnier der Alpen

Die Fussball-Europameisterschaft der Bergdörfer wurde 2008 in Gspon (Wallis/Schweiz) als kleine Schwester der offiziellen UEFA EURO™ ins Leben gerufen. Alle vier Jahre nehmen seither zwölf Teams aus zwölf europäischen Nationen am verrücktesten Fussballturnier in den Alpen teil. Nach der ersten Ausgabe 2008 in Gspon und der zweiten 2012 in Kleinarl wird die dritte Bergdorf-EM dieses Jahr vom 2. bis 5. Juni in Morzine (F) stattfinden. Mit dem Wettbewerb will der Verein Bergdorf-EM die Berge und ihre Bevölkerung auf spielerische Art und Weise ins Szene setzen und so dauerhaft soziale Verantwortung übernehmen.

Gspon – natürliche Fussballgeschichte auf höchstem Niveau

Die Geschichte der Bergdorf-Europameisterschaft nimmt ihren Anfang im malerischen Bergdorf Gspon oberhalb Staldenried auf 1‘893 m ü. M. (Wallis/Schweiz). In diesem kleinen autofreien Weiler, der selber nur eine Handvoll permanente Einwohner zählt, wurde 1974 von begeisterten Berg-Fussballern der FC Gspon gegründet.
 
Gespielt wird nun seit mehr als 40 Jahren auf dem höchstgelegenen Fussballplatz Europas auf fast 2000 m ü. M. An diesem speziellen Ort gedeiht seit eh und je kein Rasen. Der natürliche Fussballplatz wurde mehrmals saniert und die Partien jahrelang auf unwirtlichem, steinigem Terrain – was natürlich zu einem klarem Heimvorteil führte – ausgetragen, anschliessend immerhin auf einem bereits komfortablen Gemisch aus Sand und Holzschnitzeln.
 
Nach der erfolgreichen Durchführung der ersten Bergdorf-EM 2008 errichtete die Gemeinde Staldenried/Gspon 2009 einen modernen Kunstrasenplatz: die Ottmar Hitzfeld GsponArena. Diese wurde von der Trainer-Legende Ottmar Hitzfeld persönlich mit einem ersten erfolgreichen Torschuss eingeweiht.
 
Einzigartig: Der FC Gspon – seines Zeichens die Schweizer Bergdorf-Nationalmannschaft – ist wohl der einzige Club, der wegen des felsigen Abgrunds mehr als einen Matchball pro Spiel benötigt. Ausserdem reisen Teams und Zuschauer mit der Luftseilbahn zum Spiel in die faszinierende Bergwelt an. Die Luftseilbahn, der Lebensnerv der natürlichen Fussballgeschichte, hat ebenfalls eine touristische Bedeutung und wird zeitnah durch eine moderne, grössere Bahn ersetzt. So wird nachhaltig ein echtes, ganzjähriges Erlebnis für Jung und Alt im Sommer- und Wintersportgebiet gestaltet.
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Bergdorf-Meisterschaft – die etwas andere Fussballmeisterschaft

Nicht zuletzt auf Initiative des FC Gspon startete 1984 die Bergdorf-Meisterschaft (= freies Mitglied des Schweizerischen Fussballverbandes SFV). In dieser besonderen Meisterschaft spielen Teams auf etwas kleineren Feldern und mit angepassten Regeln (sieben Feldspieler und ein Torhüter, keine Abseits- oder Rückpassregel).
 
Neben den zahlreichen Meistertiteln machte der Rekordmeister FC Gspon auch immer wieder wegen den vielen Ballverlusten von sich reden. Nach den Trainings heisst es deshalb stets, gemeinsam in den steilen und felsigen Abhängen nach verlorenen Bällen zu suchen. Eine Not, die man später in eine Tugend umwandelte (siehe soziale Verantwortung, SportMeetsCharity). 

Die UEFA EURO™ 2008 und die bahnbrechende Idee

2008 wurde die UEFA EURO™ in der Schweiz und in Österreich ausgetragen. Obwohl zwei Alpenländer Schauplatz des Geschehens waren, wurde mehrheitlich nur von den Spielstätten gesprochen, während die Berge lediglich in geschwungener Form im offiziellen Logo ohne Kommunikation angedeutet wurden. Dies veranlasste findige Berg-Fussballer, die natürlichen Fussballgeschichten publik zu machen. Der Verein Bergdorf-EM wurde mit dem Ziel gegründet, nachhaltig auf spielerische Art und Weise die Aufmerksamkeit auf den schützenswerten Alpenraum und dessen Bewohnerinnen und Bewohner (rund 120 Mio. Menschen) zu lenken, die sich täglich in einem anspruchsvollen Umfeld behaupten müssen.
 
Die völkerverbindende Idee «Bergdorf-EM», von den Medien als verrücktestes Fussballturnier bezeichnet, war geboren und geht seit diesem Zeitpunkt als die kleine Schwester mit Fussball-Grossanlässen einher.

Schon bald zelebrierten zwölf begeisterte Amateurteams aus ländlichen Regionen von der Nordsee bis ans Mittelmeer, von Osteuropa bis an den Atlantik spannenden Berg-Fussball. Dem Wettbewerb mit der Heimat – dem Alpenraum – war ein weltweiter medialer Erfolg beschieden.

Gspon 2008, Kleinarl 2012 und nun Morzine 2016

Seither treffen sich bis zu zwölf nach touristischen und sportlichen Kriterien ausgewählte Bergdorf-Teams aus europäischen Regionen (u. a. Saig/Hochschwarzwald/D, Piedimulera/Piemont/I, Kleinarl/SalzburgerLand/A, Morzine/Hochsavoyen/F, Gspon/Wallis/CH, Peel St. German/Isle of Man/ENG) alle vier Jahre kurz vor der offiziellen UEFA EURO™ zum Fussball in den Bergen. In den Nationalshirts und unter den Klängen ihrer Nationalhymnen spielen sie zugunsten Benachteiligter, um Ruhm und Ehre für ihre Heimat und natürlich um den Titel des Bergdorf-Europameisters.
 
Nach der ersten Bergdorf-EM 2008 im Walliser Bergdorf Gspon auf 2008 m ü. M. fand die Bergdorf-EM 2012 in Zusammenarbeit mit den Schweizer Erfindern im österreichischen Kleinarl auf 1014 m ü. M. statt. Insgesamt 14‘000 Zuschauerinnen und Zuschauer besuchten die beiden Turniere. Der Europameistertitel der Bergdörfer ging 2008 und 2012 wie an den offiziellen Europameisterschaften jeweils an Spanien. Ausserdem endeten die einzigen gemeinsamen Gruppenspiele ausnahmslos identisch (Spanien – Deutschland mit 1:0, Niederlande – Dänemark mit 0:1 und Italien – Spanien mit 1:1). Aus diesem Grund wird die Bergdorf-EM auch gerne als Orakel für die offizielle UEFA EURO bezeichnet.
 
2016 wird das internationale Bergdorf Morzine-Avoriaz (F) auf 1500 m ü. M. Höhe Austragungsort der Bergdorf-EM sein. Am verrücktesten Fussballturnier in den Alpen nehmen erneut zwölf Teams aus zwölf Nationen teil, die sich für die offizielle UEFA EURO 2016™ in Frankreich qualifiziert haben. Gastgeber sind Frankreich (Sporting Club Morzine/Hochsavoyen)
und die Schweiz (FC Gspon/Wallis).

Alle vier Jahre Amateurfussball auf höchstem Niveau 

Das Fussball-Ereignis findet alle vier Jahre vor der offiziellen UEFA EURO™ statt. In den Zwischenjahren führt der Verein Bergdorf-EM mit seinen Partnern originelle Promotionen in verschiedenen Ländern durch. Eines der Highlights war dabei das Gletscherspiel Schweiz (FC Gspon) – Italien (FC Piedimulera) mit den beiden Bergdorf-Nationalmannschaften in Saas-Fee auf 3‘500 m ü. M., das als höchstes Fussballspiel Europas in die Geschichte einging.
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An den verschiedenen Promotionen geht es neben dem Sport auch immer um den wohltätigen Zweck. Denn der FC Gspon hat nicht vergessen, wo seine Wurzeln sind: Die vielen Ballverluste haben nachhaltig Spuren hinterlassen und zu Positivem angeregt. Seit vielen Jahren werden daher unter dem Motto «SportMeetsCharity» mit sogenannten Ballspenden Unterstützungsmittel zugunsten benachteiligter Kinder, Jugendlicher, Familien sowie verschiedener Institutionen im schützenswerten Alpenraum und darüber hinaus gesammelt (Sporthilfe, Krebsliga, Kinderheim uvm.). So übernimmt der Verein Bergdorf-EM nachhaltig und dauerhaft soziale Verantwortung in der Gesellschaft wahr.
In Zahlen
 

Die Bergdorf-EM inkl. Promotionen in Zahlen (2007 – 2016):

  • (inter-)nationale Medienaufmerksamkeit / Medienpräsenz/-wert von umgerechnet ca. CHF 15 – 17 Mio.
  • über 1 Mio. Google-Einträge mit dem Stichwort «Bergdorf-EM Wallis» 

  • Internetzugriffe aus allen 5 Kontinenten 

  • 1. Nomination für den Tourismuspreis «Milestone» von Schweiz Tourismus
  • mehr als 17’000 Übernachtungen vor und während der Bergdorf-EM (Zwischensaison)
  • Schweiz Tourismus listet die Bergdorf-EM mit ihren Promotionen jeweils unter den Top-10-Veranstaltungen
  • 12 Teams aus 12 Ländern von Skandinavien bis ans Mittelmeer, von Osteuropa bis zum Atlantik
  • 18’000 Zuschauer/innen
  • CHF 100‘000.– Spendenbeiträge für nachhaltige Zwecke 

  • Budget: kostendeckend 

  • über 1’000 Helfer/innen 

Meilensteine
1974 Gründung des FC Gspon
1984 Gründung der Bergdorf-Meisterschaft
1989 1. Ball-Spende durch den 1. Bundesliga-Torschützen Timo Konietzka (†)
1990 SRF Timeout
2000 BDM-Spiel mit ehemaligem FIFA-Präsidenten Joseph S. Blatter als Gast
2006 Geburtsstunde der Bergdorf-EM-Idee
2007 Auslosung auf 2008 m ü. M.
2008 Bergdorf-EM (Gspon/Wallis/CH)
2009 Einweihung der neuen GsponArena durch Namensgeber und Trainer-Legende Ottmar Hitzfeld
2010 WM-Spiel Schweiz – Spanien mit Fan-Legende Manolo
2011 Länderspiel Schweiz – Österreich
2012 Bergdorf-EM (Kleinarl/SalzburgerLand/A)
2013 Lancierung der Bergdorf-EM am Sepp-Blatter-Turnier in Ulrichen
2014 WM-Spiel Schweiz – Frankreich mit Goalie-Legende Jean-Marie Pfaff / Jubiläum 40 Jahre FC Gspon
2015 EM-Spiel Schweiz – England MVP aus Sotschi Florence Schelling als Gast / 200 Jahre Wallis
2016 Bergdorf-EM (Morzine/Hochsavoyen/F)
Rückblick