SCHWEIZ

FC Gspon

1974 gründeten junge Fussball verrückte Staldenrieder den FC Gspon. Zwischen 1976 bis 1983 stand vorwiegend die Teilnahme an den damals regelmässig stattfindenden und beliebten Fussballturnieren im ganzen Oberwallis im Vordergrund.

Nicht zuletzt auf Initiative des FC Gspon konnte 1984 die Bergdorfmeisterschaft gegründet werden. Seither spielt der FC Gspon ununterbrochen in der Bergdorfmeisterschaft mit. Gespielt wird ? wie es der Clubname besagt ? natürlich in Gspon, dem höchsten ganzjährig bewohnten Weiler der Gemeinde Staldenried, auf fast 2000 m ü. M. Der Fussballplatz bestand zu Beginn aus einem sehr einfachen Platz, Rasen war weit und breit keiner vorhanden.

Einen ersten Höhepunkt in seiner Geschichte durfte der FC Gspon im Jahr 1989 erleben: Unter Timo Konietzka, dem ersten Torschützen der deutschen Bundesliga und Trainer des damaligen Schweizermeisters FC Zürich, konnte eine Trainingseinheit absolviert werden. Diese Aktion stiess auf ein enormes Medienecho: Der FC Gspon war für Fussballbegeisterte fortan ein Begriff. Dies umso mehr, als nur ein Jahr späer im Schweizer Fernsehen in der Sportsendung Timeout zu bester Sendezeit ein umfassender Beitrag über den FC Gspon und seinen höchstgelegenen Fussballplatz Europas ausgestrahlt wurde.

1993/1994 wurde dieser Platz ein erstes Mal saniert. Aufgrund der Meereshöhe wurde das Terrain mit einem Belag ausgestattet, der aus einem Gemisch aus Hackschnitzeln und Sand bestand. Für das Eröffnungsspiel am 15. August 1994 konnte der FC Sion verpflichtet werden; der Publikumsaufmarsch war entsprechend gross.

Im Jahr 2000 wurde die Ausstrahlung aus Gspon anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Sendung Timeout vom Schweizer Fernsehen nochmals wiederholt. Sogar der damalige FIFA-Präsident Sepp Blatter begab sich für diesen Anlass auf den höchstgelegenen Fussballplatz Europas!

Neben all diesen Geschichten um den Fussballplatz Gspon konnte der FC Gspon aber auch zahlreiche sportliche Erfolge erzielen.

Der FC Gspon:

  • ist 9-facher Meister in der Gruppe A der Bergdorfmeisterschaft;
  • holte 3-mal den Cupsieg in der Bergdorfmeisterschaft;
  • ist 4-facher Super-Cup-Sieger zwischen BDM und GFM;
  • ist 2-maliger Meister in der Gruppe B der Bergdorfmeisterschaft;
  • holte ebenfalls 2-mal den Meistertitel bei den Senioren der BDM.

2008 konnte der FC Gspon erstmals eine Damenmannschaft für den Spielbetrieb der Bergdorfmeisterschaft anmelden, und seither hat das Fussballfieber das ganze Dorf fest im Griff.

Die Höhepunkte folgten danach Schlag auf Schlag: Im Fussball-EURO-Jahr 2008 organisierte der Club mit überwältigendem Erfolg die erste Bergdorf-Europameisterschaft mit Nationalteams aus Spanien, Deutschland, Schweden, Italien, Frankreich, Österreich, Holland und der Schweiz. Dieser unvergessliche Anlass stiess auf ein riesiges Medieninteresse und ist noch in allerbester Erinnerung. Das verrückteste Fussballturnier der Alpen war geboren.

Nur ein Jahr später erfüllte sich dann ein lang gehegter Herzenswunsch des FC Gspon: Der altehrwürdige Fussballplatz in Gspon wurde gesamthaft erneuert, mit einem modernen Kunstrasen ausgestattet und in die «Ottmar Hitzfeld GsponArena» umbenannt. Der prominente Namensgeber, Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld, war am 31. Oktober 2009 bei der Namensgebung auf «seinem» Fussballplatz persönlich anwesend und freute sich sehr!

Nach einigen Jahren Unterbruch nahm der FC Gspon zwischen 2010 und 2015 mit einer zweiten Mannschaft in der Bergdorfmeisterschaft teil. Der FC Gspon II spielt in der Gruppe C.

Und schlussendlich durfte der FC Gspon, verstärkt mit verschiedenen Spielern anderer Bergdorfvereine aus dem Oberwallis, die Schweiz im Frühjahr 2012 an der zweiten Bergdorf-Europmeisterschaft im österreichischen Kleinarl vertreten. Auch diesem Anlass war wiederum ein grosser Erfolg beschieden! Bestimmt wird der FC Gspon weitere verrückte Fussballgeschichten schreiben.

FC Gspon

Gründungsjahr1974
LigaBergdorfmeisterschaft Gruppe A
Websitewww.fc-gspon.ch
Club-Mitglieder100
Anzahl Mannschaften2
FussballplatzOttmar Hitzfeld GsponArena

Staldenried-Gspon (VS)

BundeslandWallis / Valais
BezirkVisp
Seehöhe1893 m ü. M.
Einwohner554 (46 Kinder/Schüler)
InformationsadresseGemeindeverwaltung
CH-3933 Staldenried
Tel. +41(0)27 952 16 46
Websitewww.staldenried.ch
E-Mailgemeinde@staldenried.ch

ZUM BERGDORF

Staldenried-Gspon (VS)

Gspon gehört zu der Gemeinde Staldenried. Urkundlich erscheint der Name Gspon erstmals 1237 unter dem Namen Guechebon. Bischof Bonifaz Challant gab in der Zeit von 1290–1308 über 40 Orten in den Zenden Visp die Erlaubnis, sich von der Urgemeinde Visp zu trennen und eine eigene Gemeinde zu gründen, so auch Gspon. Ende des 16. Jahrhunderts zogen Hirten nach Waldrodungen talwärts. Dies belegt das Geschlecht „Guechebon“, denn diese abwärts ziehenden Menschen nannten sich „Ab-Guechebon“, heute Abgottspon. 1548 schlossen sich die damaligen Kleingemeinden Gspon, Finilu, Klebodo und Ried zur Gemeinde Bärg am Ried zusammen. Die Menschen gaben sich Burgerstatuten und ordneten so ihr landwirtschaftliches, politisches und kirchliches Innenleben – die heutige Gemeinde Staldenried entstand.

Die Rieder lebten von einer bescheidenen Landwirtschaft und führten ein Nomadenleben, das heisst die Jahreszeiten bestimmten den Aufenthalt von Mensch und Tier. So zügelten sie von unten nach oben und umgekehrt. Die Einwohner hielten sich immer dort auf, wo gerade genügend Nahrung für ihre Tiere vorhanden war. Dadurch entstanden nach und nach 32 Weiler.

Einwohner

553 Personen per 31.12.2012.

Siedlungsform

Bis zum heutigen Tag erhalten blieb die typische Streusiedlung mit über 30 Weilern, wovon 17 ganzjährig bewohnt sind. Tiefster Weiler ist Räbwier auf 739 m ü. M., höchster ganzjährig bewohnter ist Gspon auf 1893 m ü. M. (Kapelle).

Das kirchliche und kulturelle Zentrum ist der Weiler Zer Chirchu mit der Kirche, der Schule, der Gemeindeverwaltung und Mehrzweckanlage. Das Wirtschaftsleben spielt sich hingegen mehrheitlich im Weiler Zer Tannu ab, hier befinden sich Raiffeisenbank, Dorfladen und Luftseilbahnstation.

Gspon kann schlussendlich als touristisches Zentrum von Staldenried bezeichnet werden, bekannt ist vor allem der höchste Fussballplatz Europas, die Ottmar Hitzfeld GsponArena, jedoch auch der Walserweg vom Simplon über Gspon ins Saastal sowie ein kleines, familienfreundliches Skigebiet.

Erschliessung

Seit 1951 ist Staldenried mit der Luftseilbahn Stalden-Staldenried-Gspon erschlossen. Die Aufstiegsstrasse erreichte dann 1973 zweispurig den Weiler Zer Tannu. Geradezu optimal ist die Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr: Die Luftseilbahn Stalden-Staldenried-Gspon verkehrt von 04.10 bis 21.40 Uhr praktisch durchgehend im ½-Stundentakt, und in Stalden sind die Anschlüsse Richtung Visp und Zermatt / Saas-Fee sicher gestellt.

Vereinsleben

Staldenried rühmt sich eines intensiv gepflegten Vereinslebens. Es zählt 20 verschiedene Vereine und Institutionen. Zu den grössten gehören wohl der Skiclub und die Feldschützen, aber auch der Fussballclub, in dem neben zwei Herrenmannschaften auch ein Damenteam spielt. Daneben wird die Kameradschaft und das gesellige Zusammensein aber auch in traditionellen und musikalischen Vereinen wie der Schützenzunft, den Tambouren und Pfeifern, dem Männerchor oder dem Kirchenchor intensiv gepflegt. Und nicht zu vergessen sind dann natürlich auch der Frauen- und Mütterverein, die kochenden Männer, der Jugendverein, der Samariterverein, die Schwarznasenschäfer, der Tabakpfeifenclub, und, und, und …

 

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